Diese Ostern hätte er eigentlich nicht mehr erleben sollen. «Aber ich bin noch hier», schreibt er per E-Mail und schickt ein Smile-Zeichen hinterher. Mit Hilfe eines Schreibcomputers, den er mit den Pupillen bedienen kann, kommuniziert er und schreibt Kolumnen für die Gazzetta dello Sport. Die Augen sind das Einzige, was Stefano Borgonovo noch bewegen kann, der Rest des Körpers ist gelähmt. Im Sommer 2006 hatten die Ärzte ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) diagnostiziert. Lebenserwartung: zwei bis fünf Jahre. Die Nervenkrankheit ist tückisch. Mit jedem Tag schwindet die Kontrolle über den Körper. Es beginnt harmlos: kalte Finger, Müdigkeit, dann gehorchen die Hände nicht mehr, das ...