Es war nicht zum Aushalten. Die Männerstimme, die in übertrieben höflichem Tonfall informierte, machte ganz kribbelig. Ein einziges Mal habe ich mir den Hörer eines Audioguide ans Ohr gehalten, und es dauerte nur wenige Minuten. Warum sich der Autorität dieser Stimme aus dem Off beugen? Warum diesem Langweiler zuhören, wo Lesen doch viel schneller geht? Ich brachte das Gerät zurück und setzte den Museumsbesuch ohne akustische Belästigung fort. Seither hat sich in meinem Kopf unverrückbar festgesetzt: Audioführungen sind ein Gräuel. Kunstkiller, im besten Fall geeignet für bildungsbeflissene Pensionierte, die viel Zeit totzuschlagen haben.
Dabei gelten Audioführungen als Inbegr ...