Mit zunehmender Distanz erscheinen uns die fünfziger Jahre als eine zwielichtige Epoche. Auch der Kalte Krieg mobilisierte Ängste und Hysterien, welche die Leichtigkeit des Seins überschatteten, die sich nach 1945 nur kurz und nur vermeintlich einstellen wollte. In der Kunst zeigten sich die Spannungen deutlicher als anderswo. McCarthys antikommunistische Hexenjagden, der Koreakrieg, dann die Anfänge der Bürgerrechtsbewegung (und deren Unterdrückung) bewegten die amerikanische Öffentlichkeit; in letzterer Hinsicht war der Jazz besonders nahe den Bruchstellen der Gesellschaft, künstlerische und politische Revolte wurden für Schwarze zunehmend deckungsgleich. Anderseits waren die Fün ...