Für sein neues Trio-Album, das er auf sein Solodebüt bei ECM folgen lässt, nennt Pianist Aaron Parks zwei Schutzheilige: Alice Coltrane, deren Stück «Ptah, the El Daoud» von ihrem Album gleichen Namens (1970) er seiner Hommage «Alice» zugrunde legt, und vor allem die Sängerin (und Pianistin!) Shirley Horn (1934–2005), unter allen Vokalistinnen des Jazz die Erfinderin der ultimativen Langsamkeit, als ihre eigene Begleiterin eine Raumkünstlerin, die einzelne Töne bis zum Zerreissen in der Luft hängen lassen konnte, eine Virtuosin der scheinbaren Einfachheit und des bis an den Rand des Schweigens ausgedünnten Suspense. Der dritte von Aarons Manen bei seinem im vergangenen F ...