Das monumentale Eingangsportal aus der Stalinzeit lässt erahnen, welche Bedeutung das Eliava-Institut für Bakteriophagen, Mikrobiologie und Virologie in Tiflis einmal hatte. Doch heute regiert, wenige Meter abseits des Empfangsgebäudes mit sei-nen mächtigen Säulen, der Verfall. Durch die gesprungenen Fensterscheiben der Forschungsgebäude, die hinter der potemkinschen Fassade liegen, pfeift der Wind, von den Plattenbaufassaden bröckelt Beton. Auch im Inneren der Häuser herrscht ein trostloses Bild. In zugigen Labors stehen defekte Zentrifugen, Elektronenmikroskope, Gaschromatografen: Millionenschrott.
Die Gebäude scheinen verlassen. Doch mitten im Verfall herrscht Betriebsamkeit. Im ...