Die Migros-Angestellte fühlte sich an jenem Morgen im März 2002 völlig derangiert. Kurz bevor sie mit ihren Kollegen die Filiale Waffenplatz in Zürich Enge für die Kunden öffnen wollte, klopfte die Polizei an die Türe, trat ein und fragte nach dem Filialleiter, seinem Stellvertreter und zwei Mitarbeitern. Alle vier waren da, alle vier wurden mitgenommen. Die Migros-Mitarbeiterin blieb eine Viertelstunde lang alleine zurück. Dann traf Ersatz ein. Die Aktion verlief unkoordiniert, weil die Polizei trotz festgelegter Uhrzeit zu früh am Tatort eingetroffen war. Der Migros-Sicherheitsdienst war einem immensen Fall von Veruntreuung auf der Spur gewesen. Fünf Monate lang hatte er Beweisma ...