Wenn es ein Wort gibt, das ich nicht mehr hören kann, dann ist es das Q-Wort: Qualitätsjournalismus.
Wenn der Tages-Anzeiger mit anderen Blättern Texte tauscht, dann, um den «Qualitätsjournalismus zu fördern». Wenn die NZZ Âeinen neuen Chefredaktor wählt, dann wegen «der Bedeutung von Qualitätsjournalismus». Wenn der Verlegerverband einen Kongress abhält, dann über «die Krise des Qualitätsjournalismus».
Das Wort Journalismus gibt es im SprachÂgebrauch der Medien nicht mehr. Es gibt es nur noch mit der Q-Vorsilbe.
Interessant ist dies schon aus linguistischer Sicht. In verwandten Berufen kennt man diese Unterscheidung zwischen gehobener und minderwertiger Güteklasse nicht. ...