In den Schulen meiner Jugend lernten wir jede Menge katholischer Märtyrerinnen und Märtyrer kennen und verehren; immer waren die Katholiken die Guten, immer die andern die abgrundtief Bösen. Weisse Väter waren mit schnellen Flussbooten auf dem schwarzen Kontinent unterwegs zwecks Bekehrung der Ungläubigen. In den Schulstuben sammelten Nickneger Geld für die Rettung dieser Heiden.
1931 kam Clementine Brantschen in Randa zur Welt, damals war das Wallis ökonomisch vielerorts noch Dritte Welt. Viele Frauen, die in ihrem Leben etwas bewegen wollten, gingen ins Kloster. Die Ursulinenschwester Clementine Brantschen wurde Ende des vergangenen Jahres im südafrikanischen Libode ermordet. Sie ...