Marcel Crok und Andy May (Hrsg.): The Frozen Climate Views of the IPCC. An Analysis of AR6. Clintel.org., 182 S., ab Fr. 30.–
Der Uno-Weltklimarat, Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), verkörpert in der Klimadebatte meist «die Wissenschaft». Was in den Berichten des IPCC steht, gilt für einen Grossteil der Bevölkerung, der Politiker und erst recht für Klimaaktivisten als gesicherte Tatsachen, ja als Wahrheit. Wie kommen diese Berichte zustande, was steht drin, wie ist der Tonfall, welche Informationen werden weggelassen, welche Wissenschaftler berücksichtigt, welche nicht?
Kürzlich wurde die Publikation der sechsten Serie der IPCC-Klimaberichte abgeschlossen. Die niederländische Stiftung Clintel hat diese Berichte kritisch unter die Lupe genommen – dies in Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, die grossenteils auch hinter der Clintel-Klimadeklaration stehen, deren Titel lautet: «There is no climate emergency.»
Das Buch ist eine Sammlung von kritischen Einschätzungen der IPCC-Arbeiten und Arbeitsweisen, die von Laien sicher nicht in aller Tiefe erfasst werden können, die aber doch klar darauf hindeuten, dass «die Wissenschaft» nicht jene allwissende, unangreifbare, gepanzerte Autorität sein kann, wie sie in Klimadebatten und Politik oft verwendet wird. Die Autoren bringen zahlreiche Vorgänge in der Natur zur Sprache, die durch die IPCC-Modelle nicht erklärbar sind, und sie bieten den Lesern eine Fülle von Literaturhinweisen, die zum Knacken des IPCC-Regimes dienen können.

