Als Ivo Bachmann Anfang Februar im Zürcher Volkshaus zum fünften Mal den Prix Courage des Beobachters für eine mutige Tat verlieh, schien die Welt in Ordnung. Bachmann, seit sechs Jahren Chefredaktor und doch erst 39-jährig, war an der Feier umrahmt von Bundesrätin Ruth Dreifuss, die die Laudatio hielt, und von alt Bundesrat Otto Stich, dem Jurypräsidenten. Ein Verleger war weit und breit nicht in Sicht. Der alte, Matthias Hagemann, hatte die Zeitschrift bereits verkauft, der vermeintlich neue, Michael Ringier, hatte sie noch nicht in Besitz genommen. Der Beobachter, eine schweizerische Institution seit 75 Jahren, gehörte wieder ganz sich selbst, verpflichtet nur dem hohen Ethos und s ...