Es giesst aus Kübeln an diesem Septembertag, Regenschirme tanzen über dem Asphalt am Londoner Sloane Square, über hundert Meter reihen sie sich vor dem Eingang der Cadogan Hall auf. Drinnen auf den Rängen und Balkonen harren bereits, angeregt tuschelnd, an die tausend Leute.
Gleich wird hier Simon Schama auftreten, der britische Historiker, der Geschichte wie ein ÂEntertainer zelebriert, aber zuerst ist noch etwas Filmisches eingeplant auf der Bühne, auf der sonst das Royal Philharmonic Orchestra gastiert — eine Art Werbespot für sein neues Buch. Und dann ist der da, reisst etwas kokett die Arme in die Luft, schickt Handküsse in den Saal. «Hello!», ruft er mit theatralischer ÂS ...