In Zürich wohnen Wohlhabende in Stadtwohnungen mit nicht marktkonformen Mieten. Die Welle der Entrüstung ist berechtigt. Nun will man einige Mietverhältnisse in den über 9000 Wohnungen der Stadt überÂprüfen. Doch auch dies wird das fundamentale Problem nicht lösen. Solange die Wohnungen zu marktunüblichen Mieten abgegeben werden, ist die Nachfrage immer grösser als die Zahl der vorhandenen Wohnungen.
Zwangsläufig kommt die Frage auf, wie die Wohnungen zugeteilt werden. Selbst wenn die Stadt ein mehrbändiges Reglement zur Vergabe erlassen würde, bliebe ein Stück Willkür bestehen. Zudem wird der Teil der einkommensschwachen Bevölkerung, der keine der günstigen Wohnungen erhä ...