Sie könnte eines jener tragischen Mädchen aus der «Derrick»-Serie sein, die grossäugig in die Kamera zu blicken haben, dadurch das angerichtete Unheil in ihrem Leben auszudrücken pflegen und nur alle paar Schaltjahre etwas sagen dürfen, was dann umso bedeutungsvoller wirken muss. Aber Monika Keller* sagt nicht einmal das. Sie fängt Sätze an, die irgendwie unvollendet in der Luft hängen bleiben. Ihre Geschichte bleibt deshalb so schwammig wie Inspektor Derricks Augenpartie.
Jetzt ist sie zwanzig, arbeitslos, nicht drogenabhängig zwar, aber nirgends verankert und hat ein Zimmer im Zürcher Kreis 4. Damals war sie neunzehn und logierte mal hier, mal da. Der um zwanzig Jahre ältere R ...