Mit zwei groben Quoten misst man, wie sehr der Staat in die Wirtschaft eingreift. Die Staatsquote – erstens – gibt an, wie hoch der Anteil der öffentlichen Leistungen am BIP ist, also wie viel von der gesamtwirtschaftlichen Produktionsleistung durch die Hände der Politiker läuft. Im 19. Jahrhundert bewegte sich dieser Wert zwischen 10 und 15 Prozent und diente der Finanzierung minimalstaatÂlicher Aufgaben: Sicherheit und Ordnung. ÂInzwischen nähern wir uns in den westlichen Demokratien dem absolut kritischen Schwellenwert von 50 Prozent (Frankreich hat ihn Âbereits überschritten). Das bedeutet nichts anderes, als dass die Marktwirtschaft durch die Staatswirtschaft verdrängt word ...