Heiliger Bimbam, ein Clownfisch als Leinwandheld? Das Meer als Spielwiese für kindliche Gemüter, wo zwischen Korallen und Schiffswracks eine possierliche Fauna mit den Flossen wedelt? Das klingt nach Disney, ist es aber nur bedingt. Der neue Dreamboy heisst Nemo, verschlang für seine Herstellung 94 Millionen Dollar und nahm nach 51 Tagen Laufzeit die 300-Millionen-Einspielhürde. «Finding Nemo» ist der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten. Schlagender Beweis, dass das Kindische die Grenze zum Vorruhestand erreicht? Die kunterbunte, juvenile Halbseide als Dokument kollektiver infantiler Genusssucht?
Ach was. «Finding Nemo» ist sinnlos-schönes Entertainment, der Renner der Saison ...