Die Gerechtigkeit», schrieb Arthur Schopenhauer, der scharfsinnigste Denker der Deutschen, «gleicht jenen chemischen Stoffen, die man nie völlig rein, sondern nur unter Beimischung eines andern Stoffes darstellen kann.» Mit etwas schwereren Worten: Die Gerechtigkeit an sich gibt es nicht, sondern nur politisch-religiös-ideologisch-emotionale Vorstellungen und Forderungen, die aus Gründen des Marketings als «gerecht» bezeichnet werden. In jüngster Zeit feierte das semantische Gebräu «soziale Gerechtigkeit» etwelche Erfolge. Aktuell wird der gleiche Verschnitt dem Stimmvolk unter dem Titel «Steuergerechtigkeit» kredenzt.
Von allen politischen Begriffen ist der der «Gerechtigkei ...