Sie hatte es kommen gesehen. Vorletzte Woche liess sie, die sich im Laufe der Jahre und des Kampfes eine gewisse Härte zugelegt hat, beim dreistündigen Gespräch in Hamburg plötzlich das emotionale Schutzschild fallen und sagte: «Ich h abe Angst, jetzt geht es wieder los.» Sie wollte es so: «An mir werden sich die Feministinnen die Zähne ausbeissen.» Aber es kam anders, als sie es wollte. So anders, dass sie am Schluss vor ganz Deutschland einen Kotau machen musste.
Es war letzten Donnerstag, als Eva Herman in Berlin ihr neues Buch vorstellte. Es ist ein dickes Buch, das in einem arg versöhnlichen bis pathetischen Ton die Familie als Hort des Gemeinsinns preist. Es ist ein Buch, da ...