Um seine Musik ist eine Aura des Unbedingten. Nicht in dem Sinn, dass Paul Bley vorbedachte Konzepte möglichst rigoros ins Werk setzte. Ganz im Gegenteil: Unbedingt oder radikal ist die Offenheit, in der dieser Grenzgänger zwischen Jazztradition und Avantgarde zuerst einmal sich selbst überrascht. Das zu verfolgen, ist nicht ganz unanstrengend, es erfordert vom Zuhörer sozusagen einen höheren Grad von Aufmerksamkeit für das Unerhörte (oder zumindest neue Zusammenhänge des vermeintlich Vertrauten). In seiner langen Geschichte hat sich der kanadische Pianist in unterschiedlichsten Besetzungen in and out, in freier oder gebundener Improvisation, als ein hochinspirierter und -inspiri ...