In der Öffentlichkeit wirkt der Regisseur mit dem stets bis oben zugeknöpften weissen Hemd unnahbar und streng.Nicht so in der persönlichen Begegnung. Beim Exklusivinterview, zu dem er in sein Haus in Los Angeles geladen hat, ist er herzlich, neugierig und hat Lust zu reden. Und was man auf Fotos nie sieht: Er lächelt viel. David Lynch war gerade dreissig, als er mit "Blue Velvet" 1986 Filmgeschichte schrieb. Die Aufnahme des abgeschnittenen Ohrs auf dem Zierrasen eines Einfamilienhäuschens, die das Idyll amerikanischen Provinzlebens noch im Vorspann des Films zerstört, wurde zum Symbol einer Bildsprache, die Zuschauer ebenso beunruhigt wie fasziniert. Schon Lynchs erster Spielfilm, "E ...