Als unsere gegenwärtige Regierung mit ihren Kriegsvorbereitungen begann, gab es zwischen Saddam Hussein und Osama Bin Laden wahrscheinlich nur lose Verbindungen. Allem Anschein nach musste einer dem anderen misstrauen. Für Saddam war Bin Laden ein grosser Störenfried, ein religiöser Eiferer, ein gemeingefährlicher, weil unkontrollierbarer Krieger. Für Bin Laden dagegen war Saddam ein gottloses Raubein, ein durchgeknallter Narr, der mit seinen Unternehmungen unweigerlich scheitern muss.
Die beiden standen auch unter Konkurrenzdruck. Beide wollten über die Zukunft der muslimischen Welt entscheiden – Bin Laden möglicherweise zum grösseren Ruhm Gottes, Saddam aus dem irdischen Vergnü ...