Aram Kevorkian* ist kein Flüchtling. Er litt in Armenien nicht unter politischer oder religiöser Verfolgung, stand nie vor Gericht und sass nie in Haft, wie er dem Befrager im Empfangszentrum Kreuzlingen offen sagt, als er dort am 23. Oktober 2012 um Asyl bittet. Er ging mit vierzehn Jahren aus seinem Heimatland weg zu seinem Vater in Russland, weil er in seinen eigenen Worten «mehr vom Leben erwartete, als Kartoffeln zu pflanzen».
Ohne Chance auf Asyl setzt er im Verfahren auf Obstruktion. Er gibt an, er sei minderjährig; das widerlegt das Bundesamt für Migration mit einer radiologischen Knochenalter-Analyse. Er legt keinerlei Papiere vor, nennt bei der Anhörung einen anderen Name ...