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Thomas Meyer: Hannah Arendt. Die Biografie. Piper. 528 S., Fr. 39.90

Eine nächste Apokalypse gefällig? Könnte ja sein, dass man mit den gegenwärtigen Bedrohungsszenarien nicht ausgelastet ist. Sich mehr bei den Sterbenden zu wähnen als bei den Lebenden, ist heute gross in Mode und muss bedient werden. Mit Hannah Arendt (1906–1975) wäre das nicht zu machen gewesen. In ihrer Philosophie ging es nicht darum, dem Ende zuzustreben, sondern den Neubeginn in den Blick zu nehmen. Und dieser beginnt mit jeder Geburt – Arendt prägte dafür den Begriff «Natalität». Jeder, der auf die Welt kommt, kann die Initiative ergreifen, um etwas entstehen zu lassen, was vorher noch nicht da gewesen ist. ...
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