Denn wenn einer sagt: Ich gehöre zu Paulus, und ein anderer: Ich zu Apollos – seid ihr da nicht wie jedermann? (1. Korinther 3, 4). – Ein Parteiengezänk, wie es in der Demokratie durchaus normal ist, soll die Kirchgemeinde nicht belasten. Wer im Gottesdienst oder an der Kirchenfassade politische Parolen breitschlägt, verheizt das Vertrauenskapital der Kirche. Zwar muss ich mir als Bürger und Pfarrer ein Urteil bilden und kann mich dabei an der Bibel orientieren. Aber meine Aussage ist dann nicht das Evangelium, sondern bloss meine persönliche Überzeugung.
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