Raum, sagt die Philosophie, sei diffus. Was, wenn er so konkret wird, dass er die Bürger auf die Palme treibt, weil in ihrer räumlich unmittelbaren Nähe ein Flugplatz oder ein Asylantenheim gebaut oder Windmühlen errichtet werden sollen? Dann bilden sich Wutbürger, und nicht nur die Politiker bekommen ein Problem, auch die wohlfeile imperative Moral von der «Maxime deines Willens» gerät ins Wanken, die zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung taugen soll. Denn was sich aus globaler Distanz schön anhört, wird im Mikrokosmos auf einmal zum handfesten Problem. Die Philosophie jedenfalls, die gerne über Sein und Zeit schwurbelt, belässt den Raum deshalb lieber im ...