Der Mann, der von der Kanzel von Saint Bride predigte, mit feierlichen Falten im Gesicht, war der Medienpapst himself: Rupert Murdoch sprach eine Art Nachruf auf die Adresse, an der dieses Gotteshaus steht, die Londoner Fleet Street. Anlass war der Umzug der Agentur Reuters, die 66 Jahre in einem Palast an der Nummer 85 gehaust hatte, hinaus in das neue Geschäftsviertel Canary Wharf, verbunden mit 4,5 Millionen Pfund Mietersparnis. Mit Reuters ging der letzte Riese. Überlebt haben Nischenbewohner, die Agence France-Presse und ein schottischer Verlag.
Murdoch, ausgerechnet der Totengräber, erteilte der Fleet Street den Segen, denn er hatte vor 19 Jahren den Aufbruch der Pressehäuser aus d ...