Politik ist die Austragung von unterschiedlichen Interessen, tatsächlichen und vermeintlichen. Der Papst wählt jene Kardinäle, die den ihm genehmen Nachfolger wählen. Anders bei Fifa und Uefa. Hier gilt: ein Land, eine Stimme. Mehr Stimmen bekommt, wer verspricht, die Interessen der Mehrheit zu vertreten.
Niemand versteht dieses Handwerk besser als der Walliser Joseph S. Blatter. Sein Vater – ein Lonza-Arbeiter – gehörte zur Partei des freisinnigen Schriftstellers und Visper Gemeindepräsidenten Adolf Fux. Die Schwarzen unterstützten – um Fux zu stürzen – dessen gelben Gegenkandidaten Hans Wyer. Und dieser Christlichsoziale trieb, einmal an der Macht, auch die Katholisch-Konse ...