An Anerkennung hat es Henry Kissinger nie gefehlt. Es wimmelt von Verbeugungen vor seinem «Genie», seiner «Brillanz», seinem «unwiderstehlichen Charme», der «Tiefe seines Intellekts». Unbestritten sei der gebürtige Deutsche aus Fürth der «herÂausragendste Verhandlungsführer» des 20. Jahrhunderts gewesen.
Aus Prestigegründen kann es also nicht sein, dass Kissinger im Alter von 88 Jahren noch einmal ein umfangreiches Werk vorlegt. Indem er China in den ÂFokus nimmt, schliesst er einen Kreis. Er kehrt an jenen Tatort zurück, wo er als ÂSicherheitsberater von US-Präsident Nixon mit der Normalisierung zu China 1972 den ersten Grosserfolg seiner facettenreichen Karriere feier ...