Live fast, die young: Jazzer sterben früh, in der Geschichte dieser Musik sind die Untergeher ohne Zahl. So setzt uns der Herzschlag eine Synkope aus, wenn wir mal wieder einem von der Gattung begegnen, die der Drummer Max Roach, inzwischen auch schon vier Jahre tot, the survivors genannt hat. Hier ist einer, sechs Jahre vor Roach geboren, 1918, und noch immer alive and well. Auf dem Cover seiner jüngsten CD strahlt er uns an wie eine alte Indianerin, aber mit dem ersten Ton wird klar: Da muss keiner den geriatrischen Bonus bemühen. Dieser Kopf funktioniert wie der des Zwanzigjährigen, der in der Hochblüte des Swing, von 1939 bis 1942, im Orchester von Jimmie Lunceford weniger als Tro ...