Robert H. Bork, eine Ikone der amerikanischen Konservativen, weiss, wie es sich anfühlt, wenn man vor der ganzen Nation gegrillt wird. 1987 nominierte ihn Ronald Reagan für den Supreme Court, und Bork wurde zu einer der kontroversesten Figuren der amerikanischen Justizgeschichte. Nach schonungslosen, am Fernsehen live übertragenen Hearings stimmte der Senat, der jeden Kandidaten bestätigen muss, gegen die Wahl Borks. Seither wiederholt sich das Spektakel bei jeder Vakanz am Obersten Gericht.
Im Interview ist Bork nicht der verbissene Konservative, als der er damals porträtiert wurde. Er trägt zu seinem Sommeranzug einen Panamahut, und immer wieder blitzt sein Sarkasmus auf. Für einen ...