Es gab grosse Denker (wie Descartes), die der Auffassung waren, alles was sich klar und deutlich vorstellen liesse, sei auch wahr («Ich denke, also bin ich»). Der Widerspruch blieb nicht aus; Wahrhaftigkeit sei kein Garant für Wahrheit, und ein fester Glaube macht vielleicht selig, aber nicht wissend. Ivan, Landpfarrer irgendwo in der verratzten Provinz Dänemarks, ist kein grosser Denker, aber vor allem kein Zweifler. Sein Fundament ist die Glaubensüberzeugung, der Mensch sei von Grund auf gut und nur durch die Umwelt fehlgeleitet. Diese Vorstellung ist für ihn die pure Wahrheit. Er ist sich so sicher, dass seine Glaubensglut jede Skepsis, die der Wahrheit nahekommt, weggesengt hat.
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