Er muss sich beherrschen, er gestattet sich nicht einmal ein feines Lächeln, als er das in Walliserdeutsch gehaltene Gedicht «Abusitz» von Moritz Gertschen im Nationalrat vorträgt. Es läuft gerade die Mai-Sondersession, und traktandiert ist eine Motion des St. Galler Nationalrates Lukas Reimann (SVP), der für Debatten auf Schweizerdeutsch kämpft. Philipp Matthias Bregy will ihm mit diesen Versen beweisen, wieso Schweizerdeutsch im Ratssaal nicht ratsam ist: weil es für andere Eidgenossen nicht verständlich ist. Aber mit diesem Gedicht hätten selbst Walliser Mühe, denn niemand spricht mehr ein so krasses Walliserdeutsch, wie es im «Abusitz» vorkommt.
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