Wenn ich auf unseren achtmonatigen Sohn aufpasse, übe ich; wenn er schläft, gebe ich Interviews, weil ich kürzlich bei «Penn & Teller: Fool Us» gewann, der grössten amerikanischen Zaubershow. Wenn er wach ist, lege ich ihn auf den Wickeltisch und zaubere ihm etwas vor, meist klassische Tricks, Fingerfertigkeitsübungen mit Karten, Münzen, um die Grundtechnik zu trainieren. Was für ihn spielen ist, nutze ich für meinen Beruf: Seit vier Jahren bin ich Vollzeitzauberer. Mir gefällt es, dieses Nicht-Verstehen-Können auszulösen, eine Emotion, die es nur mit Zauberei gibt. Dafür muss die Frustrationstoleranz gross sein, ich ...