Bei der Zeremonie zur Amtseinführung von Álvaro Uribe, der im Mai des Jahres 2002 zum Präsidenten Kolumbiens gewählt worden war, explodierte ein mit Gas, Nägeln, Glassplittern und menschlichem Kot gefüllter Zylinder mitten in der feierlichen Gemeinde. Dieser Sprengkörper war eine Spezialität der Farc (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens), der grössten und ältesten Guerilla des Landes. Er war von einem der Bogotá umfassenden Hügel abgefeuert worden, wo sich die Guerilla eingenistet hatte und von wo sie die Millionenstadt terrorisierte. Die Beimischung von Kot soll nicht nur den Feind demütigen, sondern auch die Wunden infizieren.
Uribe überlebte das Blutbad unverletzt. Der ...