Am Mittwoch vor Ostern 1933 umstellt die SA das Haus des Schriftstellers Hans Fallada ausserhalb Berlins. Er weiss, was es geschlagen hat: Sie holen ihn ab, um ihn zu verhaften. Auf der Fahrt von Falladas Dorf ins Gefängnis Fürstenwalde bei Berlin ermuntert ihn ein SA-Mann, doch kurz auszutreten, falls er Not verspüre. Fallada weigert sich; nur zu gut kennt er den Rechtfertigungsgrund «auf der Flucht erschossen». In den kommenden Wochen lernt Fallada (1893–1947) das neue Regime noch besser kennen. Er schmort im Gefängnis in einer Zelle «von infernalischem Gestank», weil er nach einer Denunziation der «Verschwörung gegen die Person des Führers» verdächtigt wird. Ers ...