Es war ein grausiger Fund. Als der Vermieter einer schon länger leerstehenden Wohnung die Räume inspizierte, entdeckte er im Gefrierfach des Kühlschrankes die Leiche eines Babys.
Dieser Fall aus dem Kanton St. Gallen war einer von zwei registrierten Kindstötungen in der Schweiz im letzten Jahr. Allerdings vermuten Experten, dass die tatsächlichen Zahlen höher sind, da rund zehn Prozent des «plötzlichen Kindstods» in Wirklichkeit auf Tötungen zurückgehen.
Untersuchungen zeigen, dass je rund die Hälfte der Tötungen (47 Prozent) von der Mutter beziehungsweise vom Vater (53 Prozent) begangen werden. Das Risiko des Infantizids variiert mit dem Alter. Am Tag der Geburt ist die Gef ...