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Der Benimm-Sonderfall
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Der Benimm-Sonderfall

Der neue «Schweizer Knigge» regelt die Umgangsformen bis ins Ehebett hinein. Wer aber wissen will, was wahre Schweizer Galanterie bedeutet, der greife zum Original von 1933. Von Rico Bandle
In der Schweiz läuft einiges anders als im ­umliegenden Ausland: Politiker fahren ohne Leibwächter Tram, das Volk lehnt per Abstimmung zusätzliche Ferien ab, und auch bei den Umgangsformen grenzt sich das Land gerne ab. «Höfligkeit ist eine Münze, die bei uns nicht hoch im Kurse steht», schrieb Adolf ­Guggenbühl unter dem Pseudonym Vinzenz ­Caviezel im Vorwort seines «Schweizerischen Knigge» von 1933. Jahrzehntelang war das vornehme goldene Büchlein der Leitfaden für ­gute Umgangsformen in der Schweiz – egal, ob in der Familie, bei der Arbeit oder bei Festen. Bis 2001 wurde es immer mal wieder ergänzt und aktualisiert. Jetzt, fast achtzig Jahre nach Erscheinen des ersten S ...
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