In der Schweiz läuft einiges anders als im Âumliegenden Ausland: Politiker fahren ohne Leibwächter Tram, das Volk lehnt per Abstimmung zusätzliche Ferien ab, und auch bei den Umgangsformen grenzt sich das Land gerne ab. «Höfligkeit ist eine Münze, die bei uns nicht hoch im Kurse steht», schrieb Adolf ÂGuggenbühl unter dem Pseudonym Vinzenz ÂCaviezel im Vorwort seines «Schweizerischen Knigge» von 1933. Jahrzehntelang war das vornehme goldene Büchlein der Leitfaden für Âgute Umgangsformen in der Schweiz – egal, ob in der Familie, bei der Arbeit oder bei Festen. Bis 2001 wurde es immer mal wieder ergänzt und aktualisiert. Jetzt, fast achtzig Jahre nach Erscheinen des ersten S ...