Einen neuen Menschen, der «unvergleichlich stärker, klüger, feiner» sein werde, kündigte der Kommunist Leo Trotzki 1923 an. Mit der sozialistischen Gesellschaft werde sich «der menschliche Durchschnitt bis zum Niveau eines Aristoteles, Goethe, Marx» erheben. Vor einem Vierteljahrhundert war es zwar vorbei mit dem Sowjetreich. Damit hatte auch die Umerziehung des Menschen, weg von Geiz und Gier, hin zum Holden und Tugendhaften, Schiffbruch erlitten. Dennoch tüfteln auch heute ganze Heerscharen von Politikern und Beamten immer neue Ideen dazu aus, wie sie ihre Zeitgenossen zu charakterlich vollständigen Wesen umformen können. Dabei wird kein Lebensbereich verschont.
Das Bundesamt fü ...