Seine Politkarriere ist ein Slalom zwischen neuer Mitte und altem Freisinn. Inhaltliche Beständigkeit sucht man bei Ruedi Noser vergebens. Er strebt sie auch gar nicht an. Der Zürcher Ständeratskandidat will ein Pragmatiker sein, kein Ideologe.
«Ja, Carmen, jeeeh!» Ruedi Noser klatscht in die Hände. Es ist kurz vor siebzehn Uhr. Tele Züri vermeldet gerade das Schlussresultat der Wahlen: FDP-Kandidatin Carmen Walker Späh ist in den Regierungsrat gewählt. Noser schnappt sich eine Flasche Bier, prostet in die Runde. Eine halbe Stunde könne er sich am Rande der FDP-Wahlfeier am Sitz von Price Waterhouse Coopers in Zürich Oerlikon Zeit nehmen, hatte der vielbeschäftigte FDP-Nationalrat auf die Gesprächsanfrage hin bedeutet. Am Montag und Dienstag leite er in Bern die Sitzungen der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK), deren Präsident er ist.
Und so treffen wir Ruedi Noser in gelöster, heiterer Stimmung nach dem erst ...
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