Es ist in vielerlei Hinsicht ein aussergewöhnlicher Text, den Roger de Weck am 31. Mai 1994 im Tages-Anzeiger publiziert hat, eine überlange Eloge auf das Buch eines jungen Historikers. Den Grund für de Wecks ungebremste Begeisterung lieferte der Stoff, genauer der Dreh, den der linke Geschichtsschreiber seinem Sujet verliehen hatte. Abgerechnet wurde in Buch und Zeitung mit dem «gefährlichen» konservativen Philosophen, Professor, Politiker und Schriftsteller Gonzague de Reynold (1880—1970), Spross einer Freiburger Patrizierfamilie, Antidemokrat und laut de Weck der «Meisterdenker» der «autoritären Schweiz». Fast jede Idee, die aus «Europas autoritärem Zeitgeist» geflossen se ...