Der grosse Familienroman ist derzeit en vogue, weshalb sich die Liste der Autoren, die den erzählerischen Langstreckenlauf durch Generationen, Epochen und weitläufige Figurenkabinette antreten, ständig verlängert. Franzen, Foer, Eugenides und Powers in den USA, Geiger und Jungk in Österreich, Bartis in Ungarn, Lewinsky in der Schweiz – ein aus Familiensaga-Verfassern bestehendes Namedropping wird unvermittelt zum Platzregen.
Marcel Reich-Ranicki kommentiert das Erwachen des Genres aus dem Koma, Feuilleton-Diagnostiker machen hinter dem Phänomen die Sehnsucht der Leser nach Sinn und Zusammenhang in zerstückelten Zeiten aus. Dank «Mit bösen Absichten», dem soeben auf Deutsch ersch ...