Es gibt Katastrophenfilme, in denen Risse ein ganzes Weltbild zum Einsturz bringen können. Man könnte sie auch Privatfilme, Selbstbespiegelungsfilme oder Intime-Erfahrung-Filme nennen. In ihnen geht es um ganz vertraute Lebenswirklichkeitsdesaster. Das Eindringen ins Persönliche, Private begann als Revolte gegen das in Technicolor verschweisste Hollywood. John Cassavetes («A Woman Under the Influence», 1974) und Ingmar Bergman («Szenen einer Ehe», 1974) etwa wagten sich im Mainstream in jene Sphären vor, die mehr oder weniger tabu waren: Partnerschaften als Offenbarungseid, von eigenen Erfahrungen geprägt. In Claude Chabrols «Une partie ...