Herr Deiss, abtretende Bundespräsidenten pflegen am Ende des Jahres zu klagen, dass das Amt verstetigt werden sollte. Würden Sie auch gerne Präsident bleiben? Ich hatte viele sehr positive Erlebnisse. Zudem konnte ich mir ein internationales Beziehungsnetz aufbauen, das auch persönlich gefärbt ist. Doch ich halte die Rotation insgesamt für eine gutes System, weil es das Hauptgewicht nicht auf eine Person legt, sondern auf die Kontinuität der Institutionen. Diese Stabilität hat sich bewährt.
Hält sich Ihre Lust, länger Präsident zu sein, auch in Grenzen, weil es ein spezielles, ein schwieriges Jahr war? Ich fand diese Herausforderung sehr animierend. Es traten nicht nur zwei neue ...