Reihum gute Noten erhält der Bundesrat für seine Aktion in Washington zur Abwendung von Trumps Strafzöllen: rasches Telefonat mit Trump, Zuspruch des US-Präsidenten, Gespräche auf höchster Ebene. Fazit: Die Strafzölle sind vom Tisch. Ab nun wird verhandelt. Mehr noch: Die Schweiz zählt zu Trumps «Top Ten»-Staaten, mit denen er rasch einen Deal abschliessen will. Doch wie geriet die Schweiz, die während Trumps erster Amtszeit sehr enge Beziehungen ins Weisse Haus gepflegt hatte, in die missliche Lage? Urs Gehriger zeichnet mit Quellen aus dem Umkreis des Präsidenten das Zolldrama nach, das an Shakespeare erinnert: «Ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode.» zur Story
KRISTINA KORMILITSYNA / SPUTNIK / EPA
Wirtschaftsprofessor Thomas Mayer, ehemaliger Chefökonom der Deutschen Bank und heutiger Direktor der Denkfabrik Flossbach von Storch Research Institute, zählt zu Deutschlands führenden Denkern. Mit Weltwoche-Redaktor Roman Zeller spricht er schonungslos über Friedrich Merz’ Koalitionsvertrag, die Stärken und Schwächen der AfD, Trumps Zollpolitik der Brechstange und den Kapitalismus als «Wohlstandsmaschine». Mayer bezeichnet die Brandmauer als Fehler und Deutschland als «Versorgungsstaat». Europa sieht er in einer Krise. Wie weiter im Westen? zur Story
Mit seinem Buch «Nationale Interessen» landete der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, Grand Old Man der SPD, kurz vor dem Einmarsch der Russen in die Ukraine einen Bestseller. Visionär und provokativ beleuchtet der Autor die Verwicklungen, die zu diesem Konflikt führten, der damals erst bedrohlich brodelte. Nun legt von Dohnanyi erweiterte aktualisierte Neufassung vor. Der Siedler-Verlag bringt sie dieser Tage in die Buchhandlungen. Wir freuen uns, Ihnen einen Auszug vorzulegen. zur Story
Wenn es um die Zollpolitik der USA geht, sind sich schnell alle einig. Präsident Donald Trump sei auf dem Holzweg, er gefährde die Weltwirtschaft. Nur, so einfach ist es nicht. Ein Beispiel: Die grösste Volkswirtschaft ist seit Jahrzehnten in Schieflage. Von 1990 bis 2024 führten die USA jedes Jahr mehr Güter und Dienstleistungen ein, als sie exportieren konnten. Diese Situation ist nicht nachhaltig und könnte eines Tages eine schwere Krise auslösen. Was tun? Darüber sprach die Weltwoche mit dem renommierten Ökonomen und Handelsexperten Gabriel Felbermayr. Der Österreicher: «Wir müssen den Amerikanern helfen, ihr Leistungsbilanzdefizit in den Griff zu kriegen. Tatsächlich bräuchten die Amerikaner eine Rezession. Es könnten mehrere Jahre erforderlich sein, um den übermässigen Konsum zu reduzieren.» zur Story
Wer vertritt legitimerweise Deutschland, die deutsche Kultur? Kann man ein gutes von einem bösen Deutschland unterscheiden, oder hängen die beiden vielleicht unauflösbar zusammen? Diese und weitere Fragen im Ringen um die deutsche Seele führten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen Thomas Mann und den sogenannten inneren Emigranten. Diese warfen Mann vor, im Exil «aus den Logen und Parterreplätzen des Auslandes» der deutschen Tragödie zuzuschauen, während der Nobelpreisträger und Jahrhundert-Romancier konterte, den Büchern der «Ofenhocker des Unglücks» hafte ein «Geruch von Blut und Schande an». Unser Autor Philipp Gut, Verfasser der preisgekrönten Studie «Thomas Manns Idee einer deutschen Kultur», lässt die als «grosse Kontroverse» in die Literaturgeschichte eingegangene Debatte pointiert Revue passieren. zur Story
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