Es war einmal eine gute Fee, die schenkte 1001 Chinesen eine Reise um die halbe Welt, nach Kassel. Und eine Woche Aufenthalt in Deutschland.
Einige der Beschenkten waren noch nie in ihrer Provinzhauptstadt, neunzig Prozent noch nie im Ausland. Sie mussten Reisepässe beantragen, was die Staatssicherheit aufscheuchte: War Falun Gong im Spiel? Wozu will eine Frau ohne Geld oder Nachnamen einen Pass? Dann musste man für 1001 Chinesen ein EU-Visum beantragen – schon das ist nicht einfach. Und 1001 Flüge buchen. In den nächsten Wochen reisen die Glücklichen in Gruppen zu 200 nach Deutschland.
Das Märchen ist ein Kunstprojekt, «Fairytale» genannt. Die 1001 Chinesen kommen zur Documenta 12 ...