Meistens dauert es unverhofft lange, von der Barrikade, auf die man im rebellischen Überschwang gestiegen ist, wieder herunterzukommen. Und nicht selten ist der Abstieg auch noch mit höchst unwürdigen Verrenkungen verbunden.
Seit dem schroffen Nein des Bundeskanzlers Schröder zu einem Krieg gegen den Irak (auch mit Uno-Resolution) ist die deutsche Aussenpolitik vollauf damit beschäftigt, die «amerikanischen Freunde» davon zu überzeugen, dass Deutschland sich nicht einfach aus der internationalen Verantwortung stiehlt, sondern weiterhin ein guter Partner ist.
Gleichzeitig aber darf Gerhard Schröder nicht in den Ruch des Wortbruchs kommen, muss also um jeden Preis den Eindruck verme ...