Es ist eine Art Unterwelt entstanden. Eine digitale Volksbewegung. Gesichtslos und meistens anonym. Ihre Mitglieder sitzen an Computern, nachts, während der Arbeit, im Zug, und schicken ihre Kommentare in die gierige Weite des Internets. Unkontrolliert, frech, hart. Sie füllen Blogs, schimpfen, schmeicheln, höhnen, sammeln sich in schnell gegründeten Facebook-Gruppen. Mal für den Euro, mal gegen den EU-Beitritt.
Der Stammtisch lebt. Nur nicht mehr im «Ochsen» oder im «Löwen». Die Diskussion in der Dorfbeiz mit Stumpen und der Faust auf dem Tisch war schon vor dem allgemeinen Rauchverbot ein Auslaufmodell. Wer heute die Debatte sucht, ist mit einem Klick dabei. Viele Zeitungen biet ...