Ein Welthit kann Ehre bringen und zugleich Pein bereiten. Wenige haben das so hautnah erfahren wie JoaquÃn Rodrigo. 1939 komponierte er das «Concierto de Aranjuez» – benannt nach dem Sommersitz der spanischen Könige südlich von Madrid – für Gitarre und Orchester. Es wurde zum Inbegriff für spanische Musik schlechthin. Noch sechs Jahrzehnte sollte Rodrigo leben und seinem frühen Ruhm hinterherjagen. Vergeblich: Von seinen 170 weiteren Kreationen konnte keine einzige mehr in die oberste Erfolgsstufe aufsteigen. Rodrigo, als Kleinkind erblindet und 1999 mit 97 Jahren gestorben, gehört damit zu den Ein-Werk-Komponisten.
Gerecht ist das nicht, aber begreiflich. Denn diese Glut, dies ...