In Puerto Leguizamo, einer kleinen kolumbianischen Garnisonsstadt am Fluss Putumayo, nimmt mich ein Speedboat der Kriegsmarine an Bord. Der Putumayo bildet den grössten Teil der Südgrenze Kolumbiens. Er entspringt den Schluchten der Kordilleren, wälzt sich als bräunliche Masse durch das tropische Amazonasbecken und vereinigt sich tausend Kilometer weiter unten mit dem Amazonas selbst. Unser Boot fliegt und schlittert flussaufwärts, vor der Mündung des fest montierten Maschinengewehrs gleiten die mit undurchdringlichem Buschwerk, riesigen Bäumen, Farnen und Wurzeln gesäumten Ufer vorüber. Selten taucht ein winziger Militärposten auf oder eine Frau, die vor einer einsamen Hütte die ...