Wieder mal erlebt, was jede weiss und jeder Zweite vergisst. Dass Wein ist wie die, die ihn trinken: lebendig, veränderlich und, in Gottes Namen, sterblich. Sitzen wir also in der Küche vor einem spanischen Roten. Er ist zu kalt, er ist zu jung, die Tannine gerben nicht nur den Rachen, sie ziehen einem die Socken aus – eine geballte Packung, angesichts deren ich wieder jeden bewundere, der in der Lage ist, im hässlichen Entlein den Schwan zu ahnen respektive in der Fassprobe den dereinstigen Wein. Dabei handelt es sich bei dieser Assemblage (30 Prozent Monastrell, die mächtige, oft zu reiche, süsse Sorte der Levante; 30 Prozent dunkle Garnacha Tintorera; 40 Prozent Syrah) um keine Nov ...